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Was sind Produktwanderungsanalysen?
Auswertungen auf Grundlage des Regionalen
Pharma-Marktes haben in allen führenden Pharma-Unternehmen eine wesentliche Bedeutung von der Definition von Firmenstrategien im oberen Management über die Führung des Außendienstes bis hin zu Beurteilungen von
Auswirkungen der Marketingmaßnahmen auf Segmentebene.
Dabei kann jedoch nur eine "Bilanz" gezogen
werden, eine Bilanz, die aussagt, welche Produkte Marktanteile gewannen und welche verloren. In der Praxis wird ein Produkt einerseits Markanteile von seinen Konkurrenzprodukten gewinnen, andererseits aber wird das
gleiche Produkt zur selben Zeit an die gleichen Konkurrenten in anderen Regionen, bei anderen Ärzten, Anteile abgeben. Erst die Summe dieser Gewinne und Verluste sehen wir in der klassischen Konkurrenzanalyse. Die
tatsächlichen Wechselbeziehungen zwischen den Präparaten bleiben uns verborgen und können lediglich vermutet werden. Oder sie werden durch aufwendige Befragungen ermittelt.
Der Grundgedanke von
Produktwanderungsanalysen ist es, aufzuzeigen, welche Produkte von welchen Konkurrenten in welcher Höhe gewinnen bzw. an welche sie verlieren. In der Basis ähneln sie sehr den Wählerwanderungsanalysen, die bei
politischen Wahlen zur Bestimmung von Wählerwanderungen zwischen den politischen Parteien verwendet werden.
Daraus abgeleitet wurde ein Paket nützlicher
Analysen, die helfen, ein sehr detailliertes Bild der Bewegungen des Marktes zu bekommen.
Produktwanderungsanalysen stellen die
Wechselbeziehungen zwischen den Konkurrenz- produkten detailliert dar und sind eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Konkurrenzanalyse.
Sie machen Marktbewegungen transparent. Wir können
feststellen, von welchem Konkurrenten unsere Produkte gewinnen und welche Mitbewerber den eigenen Produkten die Marktanteile abnehmen. Mittels einer PWA wird die Dynamik der auf dem Markt befindlichen Produkte
festgestellt; insbesondere (noch) umsatzschwache Produkte mit hohem Wachstumspotential können rechtzeitig identifiziert werden.
Die PWA weist aus, in welchen Regionen der Markt
stabil "aufgeteilt" ist. Anderseits wird ausgewiesen, in welchen Regionen starke Unstetigkeiten im Verschreibungsverhalten der Ärzte vorliegen, selbst wenn konstante Marktanteile dies nicht vermuten
lassen. Gerade hier wirkt sich das Agieren der Pharmareferenten besonders stark auf die Umsatzentwicklung aus.
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